Gold vor Verschnaufpause

Für die Gold-Bullen lief es 2024 bislang richtig gut. Immerhin erreichte die Feinunze im Mai ein neues Allzeithoch von 2.450 US-Dollar. Zwar geriet der Aufwärtstrend zuletzt etwas ins Stocken, seit Jahresbeginn bleibt auf Dollarbasis aber immer noch ein Plus von rund 13 %.

Drei Faktoren trieben den Preis: Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, die Aussicht auf sinkende Zinsen und massive Käufe der Spekulantinnen und Spekulanten. Betrachtet man die jüngsten Entwicklungen bei Goldangebot und -nachfrage, spricht jedoch vieles dafür, dass das gelbglänzende Edelmetall eine Verschnaufpause einlegen wird.

Goldminen mit Förderrekord

Das höhere Goldpreisniveau schafft für Betreiberinnen und Betreiber von Minen Anreize, in neue Explorationsprojekte zu investieren. Immerhin stieg der Minen-Output gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,4 % auf über 890 Tonnen an. Dies entspricht einem neuen Förderrekord in einem ersten Quartal. Zugleich legte auch das Recycling von Altgold kräftig zu. Im Vergleich zum Auftaktquartal des Vorjahres wurde hier sogar ein Plus von 12,5 % auf gut 350 Tonnen verzeichnet. In der Summe legte das Goldangebot im ersten Quartal damit deutlich auf rund 1.240 Tonnen zu.

Zinsausblick und US-Dollar machen Sorgen

Auf der Nachfrageseite stiegen die Notenbankkäufe im ersten Quartal leicht um 1,2 % auf knapp 290 Tonnen, während der Absatz von Münzen und Barren um 2,8 % auf gut 310 Tonnen anzog. Zwei wichtige Nachfragesektoren schwächelten jedoch zuletzt. So ging die Schmucknachfrage um 2,0 % auf 479 Tonnen zurück. Zudem bleiben die ETFs weiter auf der Verkaufsseite. In den ersten fünf Monaten des Jahres trennten sie sich von 155 Tonnen des Edelmetalls. Da die Erwartungen an das Tempo der Zinssenkungen in den USA seit Anfang des Jahres deutlich gesunken sind und vieles darauf hindeutet, dass der US-Dollar in den nächsten Monaten fester tendiert, hat sich das Umfeld für Gold etwas eingetrübt.

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